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Techniken der Fantastik

 

Neunte Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung

 

6.–8. September 2018 an der Universität Freiburg/Fribourg (Schweiz)

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter:

http://events.unifr.ch/gff2018/de/

 

Techniken der Fantastik mögen auf den ersten Blick hauptsachlich den Horizont der Zukunftserzählung und der Science Fiction eröffnen, in der Menschen unter utopischen oder dystopischen Bedingungen ihre Lebenswelt gestalten. Das technisch erklärbare Wunderbare scheint definitorisch insgesamt am Rand des fantastischen Erzahlens im engeren Sinne zu stehen, wie etwa Tzvetan Todorovs Bestimmung des ‚merveilleux instrumental‘ nahelegt. Fantastische Techniken spielen aber auch in der High und Urban Fantasy, in fantastikaffinen Genres wie Horror, romantischen Schauererzählungen und sogar in Marchen- und Abenteuerromanen oft eine wichtige Rolle. In zahlreichen fantastischen Kontexten sind Techniken untersuchbar, sei es motivisch als Abgrenzung zur Magie, als alternative Motivationsformen des Wunderbaren (vgl. Uwe Durst), auf erzähltechnischer Ebene als literarische und asthetische Verfahrensweise, etwa mit der Technik des unzuverlässigen Erzahlens und andern stilistischen oder (meta-)fiktionalen Strategien (vgl. z.B. Denis Mellier; Christine Brooke-Rose), sei es als produktionsästhetischer Aspekt zur Kreation fantastischer Welten (Special Effects), als integraler Bestandteil fantastischer Erzählwelten, z.B. in Form eigenartig beseelter Automaten der Romantik oder als fantastisches Gadget und plot device der Science Fiction. Fantastik ist bei näherem Hinsehen ohne ihre Techniken überhaupt schwerlich denkbar.